Vor fast einem Jahrzehnt erschien das Original von Moana. Es brachte uns bei, dass Dwayne Johnson singen konnte.
Mehr als das. Es hat die Liegestühle bei Disney verschoben. Die Polynesier in den Mittelpunkt zu stellen war keine Spielerei. Das war der Punkt. Außer dem Krabbentyp. Jemaine Clement spielt Tamatoa und liebt Schmuck. Ansonsten sind es nur pazifische Inselbewohner.
Die Animationsfilme setzten einen Trend fort, den Frozen and Brave begonnen hatte. Keine Prinzen nötig. Nur ein Mädchen, das seinen Weg findet. Meine Tochter ist sieben. Wir beobachten sie, bis meine Augen verschwimmen.
Als Disney eine Live-Action-Version ankündigte, war mein Instinkt zynisch. IP-Landwirtschaft. Leicht verdientes Geld. Das Drehbuch lesen? Vermutlich habe ich nur Beats von 2016 kopiert.
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Es kommt am Freitag in die Kinos. Und hier liegt das Problem. Es ist völlig unnötig.
Aber es macht Spaß.
Tatsächlich könnte es die beste Zeit sein, die ich je bei einem dieser Remake-Marathons hatte. Keine Will Smith Genie-Peinlichkeit hier. Kein Schwitzen vor Nostalgie. Einfach… eine gute Zeit.
Ich hatte Ängste. Natürlich habe ich das getan. Die ersten Minuten in Motonui verlaufen in eisigem Tempo. Du kennst die Beats. Der Vater sagt nein. Der Ozean sagt los. Es fühlt sich an wie eine Hausaufgabe. Es fühlt sich überflüssig an, Menschen beim Nachspielen von Animationen zuzusehen. Warum sich die Mühe machen?
Dann betritt Catherine Laga’aia die Leinwand.
Sie spielt Moana. Und sie ist elektrisch. Zusammen mit Rena Owen als Großmutter Tala. Sie wärmen den Raum sofort auf. Das Abenteuer fühlt sich wieder real an.
Die Handlung? Das Gleiche wie immer. Moana widersetzt sich ihrem Vater, Häuptling Tui. Sie jagt Maui. Der Halbgott hat das Herz von Te Fiti gestohlen. Jetzt breitet sich in Moanas Haus Fäulnis aus. Rette den Stein, rette die Insel. Standardeinsätze. Hohe Einsätze.
Aber draußen auf dem Meer findet der Film seinen Anfang.
Es hört auf, eine Fotokopie zu sein, und wird zu seinem eigenen Ding. Die Lieder? Neu aufgenommen. Bio. Lin-Manuel Miranda und Regisseur Thomas Kail arbeiten wieder zusammen. Das Duo hinter Hamilton. Sie bringen diese theatralische Energie hierher. Es passt.
Laga’aia gibt ihr Spielfilmdebüt. Sie können sehen, warum sie den Job bekommen hat. Ihre Freude ist ansteckend. Jede Note klingt anders, weil eine echte Person in ein Mikrofon schreit. Es ist roh.
Und dann ist da noch Dwayne.
Als der Trailer herauskam, zuckte ich zusammen. Diese Perücke. Es schrie: „Ich versuche es zu sehr.“ Rückblende zum Hercules-Fumble. Angst machte sich breit.
Aber die Perücke ist nicht das Problem. Johnson besitzt Maui. Wieder.
Sein dritter Versuch mit diesem Charakter funktioniert, weil er sich nach vorne lehnt. Er ist nicht mehr nur ein aufgemotztes CGI. Er hat Textur. Narben. Haare, die sich bewegen, wenn es regnet. Er bringt diese seltsame Papa-Energie mit. Egomanisch. Streitsüchtig. Urkomisch.
Laga’aia hält ihn auf dem Boden. In ihren Szenen stimmt die Chemie. Der Halbgott fühlt sich fehlerhaft. Mensch, auch wenn er keiner ist. Er ist interessanter als die animierte Version.
Die visuellen Effekte halten. Der Ozean wirkt immer noch seltsam und magisch. Kokospiraten lauern im Nebel. Te Kā, das Lavatier, ist wie immer furchteinflößend. Aber diese Effekte überschatten die Geschichte nicht. Sie unterstützen es. Sie erweitern die Welt, ohne den Fokus zu stehlen.
Nehmen Sie die Szene mit Tamatoa. Clement spricht erneut die Krabbe aus. Die Farben. Das Funkeln. Die Musicalnummer Shiny ist ein Spektakel. Es erscheint auf dem Bildschirm. Es gehört hierher.
Diese Version ersetzt nicht das Original. Das sollte nicht der Fall sein.
Betrachten Sie es als ein Begleitstück. Ein Geschwisterchen. Es erforscht Erbe und Schicksal mit der gleichen Resonanz wie zuvor.
Es gewinnt. Ich werde meine Tochter mitnehmen, um es zu sehen. Lassen wir uns einfach treiben. 🌊
