Der Geist Rabona und andere Geheimnisse des Atlas

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Es handelt sich um einen öffentlichen Dienst, der zeigt, dass die Technologie eine bestimmte Leistungsfähigkeitsschwelle erreicht. — Alberto Rodriguez, Boston Dynamics Director of Robot Behavior

Bevor der Schiedsrichter den Ball berührte, spielte sich die eigentliche Geschichte abseits des Spielfelds ab. Norwegen gegen Brasilien. Die Halbzeit endet. Atlas verlässt den Tunnel. Der humanoide Bot läuft nicht einfach. Es leistet. Torjubel. Der berühmte Tanz. Dann gibt es den Ball zurück.

Schüchtern? Kaum. Dieser Auftritt war nur der Vorgeschmack.

Zurück auf der CES im Januar traf ich Atlas. Ich ging davon aus, dass es vielleicht herumlaufen und vielleicht etwas aufheben könnte. Ich habe bis Juli nicht auf die Entwicklungen bei der Weltmeisterschaft gewettet. Das hätte ich nicht tun sollen. Diese Maschine ist nicht statisch. Es lernt. Ständig. Die Flugbahn ist klar. Fabriken zuerst. Service und Unterhaltung stehen an zweiter Stelle. Unsere Häuser halten. Das ist sicher eine ferne Zukunft, aber die jetzt stattfindenden Software-Upgrades sind es, die es dorthin bringen.

Boston Dynamics hält diese Tricks nicht nur aus sportlichen Gründen geheim. Es geht darum, die Kurve des Fortschritts aufzuzeigen.

Die Hardware quetschen

Warum Fußball? Warum nicht Jonglieren oder Ballett?

Rodriguez sagt, es kommt auf die reine Physik an. „Hohe Festigkeit. Hohe Agilität.“ Der Fußball zwingt Ingenieure dazu, das letzte Quäntchen Leistung aus der Hardware herauszuholen. Sie wollen das Limit wissen? Drücken Sie, bis Sie brechen.

Die Trainingspipeline ist brutal.
– Motion Capture zeichnet eine menschliche Bewegung auf.
– Simulation nimmt die Daten auf.
– Versuch. Fehler. Versagen. Wiederholen.

Es waren zwei unterschiedliche Ebenen der Meisterschaft erforderlich.
Erstens: Das limbische System -Äquivalent. Gleichgewicht. Gegengewicht. Das Muskelgedächtnis für den Bruchteil einer Sekunde, das von Turnern und Tänzern genutzt wird. Atlas brauchte blitzschnelle Reflexe, um aufrecht zu bleiben.

Zweitens: Manipulation. Gewalt.

Beim Treten geht es nicht nur um das Bein. Es geht um Reibung. Es geht darum, genau zu wissen, wo der Fuß auf das Leder trifft, ohne auszurutschen. Dieser Teil? Es drängte den Roboter weit aus seiner Komfortzone. Einen Backflip zu modellieren ist einfacher. Die Schwerkraft ist in der Luft vorhersehbar. Ein rollender Ball auf dem Rasen sorgt für Chaos.

„Es ist wirklich schwer, ihn richtig gut zu schlagen. Es durch Simulation zu lernen ist sehr, sehr schwierig. Man braucht einen echten Ball.“ — Rodriguez

Die School of Football -Videos auf YouTube zeigen die chaotische Wahrheit. Stürzt. Katastrophale Stürze. Der Körper verdreht sich in unmögliche Winkel. Es ist ein gut funktionierender Katastrophenkreislauf: Durchbrechen, Reparieren, daraus lernen. Bis die Welt den polierten Clip sieht, sind die unangenehmen Teile verschwunden. Aber sie waren da. Unverzichtbar dort.

Das Beckham-Problem

Hier ist der Haken.

Atlas kann treten. Zumindest ist es besser als ich. Ich bin knarrend und langsam. Aber kann es einen Schlag wie Roberto Carlos oder David Beckham verbiegen?

Nein. Noch nicht. Diese subtile Krümmung erfordert eine Iteration in der realen Welt. Physikmotoren haben mit dieser nuancierten Aerodynamik zu kämpfen. Die Simulation greift zu kurz. Echtes Gras? Andere Geschichte.

Rodriguez gibt die Einschränkung zu. Diese Präzision kann man nicht vortäuschen. Man muss üben.

Wird Atlas im Jahr 2030 also ein Trikot tragen?

Unwahrscheinlich. Und hier ist der Grund: Roboter müssen keine Schritte unternehmen, um sich umzudrehen. Sie können Gliedmaßen umdrehen und Gelenke im Handumdrehen drehen. Eine gemischte Liga aus Mensch und Roboter wäre eine Katastrophe für gemischte Mechaniken. Stellen Sie sich vor, Sie versuchen, mit etwas Schritt zu halten, das sich den Regeln der menschlichen Bewegung widersetzt. Es wäre nicht nur unfair. Es wäre verwirrend.

Wenn wir Roboterfußball sehen, wird es ein Bot-gegen-Bot-Spiel sein. Strategie aus reinem Silizium.

Atlas wird den Pokal so schnell nicht gewinnen. Es wird nicht das Cover von FIFA 30 zieren. Aber der indirekte Vorteil, ihn zum Ballspielen zu zwingen, hat seine allgemeinen motorischen Funktionen verbessert. Es ist jetzt schärfer. Schneller.

Vielleicht ist es an der Zeit, ein paar Stollenschuhe zu kaufen. Nur für den Fall. ⚽️