Ultrahuman betritt erneut den US-Markt, da der Wettbewerb um intelligente Ringe zunimmt

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Ultrahuman, ein bekannter Hersteller intelligenter Ringe mit Sitz in Indien, nimmt nach der behördlichen Genehmigung seines neuen Ring Pro-Modells den vollständigen Betrieb in den Vereinigten Staaten wieder auf. Dieser Schritt bereitet die Bühne für eine direkte Konfrontation mit Oura, das seine Marktposition während der vergangenen Importbeschränkungen deutlich gestärkt hat. Die USA bleiben der dominierende Markt für Smart Rings und machen etwa 60 % des weltweiten Umsatzes aus, eine Zahl, die allein im Jahr 2025 auf 2,6 Millionen Einheiten geschätzt wird.

Importbeschränkungen und Marktanteilsverschiebung

Im Oktober 2024 stellte sich die U.S. International Trade Commission in einem Patentstreit auf die Seite von Oura und stoppte effektiv die Importe des früheren Ring Air-Modells von Ultrahuman. Dies führte zu einem geschätzten Umsatzverlust von 50 Millionen US-Dollar für das indische Unternehmen. In diesem Zeitraum nutzte Oura die Abwesenheit eines wichtigen Konkurrenten und steigerte seinen Marktanteil von 63,3 % auf 85 %. Der Anteil von Ultrahuman stürzte von 24,6 % im zweiten Quartal 2025 auf niedrige einstellige Werte bis zum Jahresende ab. Die Situation verdeutlicht die Fragilität der Lieferketten und die schnelle Konsolidierung des Smart-Ring-Marktes.

The Ring Pro: Eine Antwort auf rechtliche Herausforderungen

Ultrahuman sicherte sich die US-Zulassung für den Ring Pro aufgrund seiner neu gestalteten Unibody-Metallstruktur, die frühere Patentstreitigkeiten ausräumt. Das Unternehmen behauptet, dass sein ursprüngliches Ring Air-Modell die Patente von Oura nicht verletzt und erhebt rechtliche Schritte vor einem US-Bundesgericht. Der Ring Pro bietet außerdem Verbesserungen wie eine längere Akkulaufzeit und verbesserte Verarbeitungsfunktionen auf dem Gerät. Die Vorbestellungen begannen Ende April 2025, der Versand begann am 15. Mai zum Preis von 399 US-Dollar (Early Adopters können für 349 US-Dollar vorbestellen).

Globale Expansion und zunehmender Wettbewerb

Während Ultrahuman sich wieder auf die USA konzentriert, sieht es sich in seinem Heimatmarkt Indien einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Oura brachte letzte Woche seinen Ring 4 in Indien auf den Markt und signalisierte damit eine breitere Rivalität in Schlüsselregionen. Trotz eines Rückgangs der Smart-Ring-Lieferungen in Indien um 30,6 % im Jahresvergleich im Jahr 2025 bleibt Ultrahuman mit einem Anteil von 30,4 % Marktführer. Die durchschnittlichen Verkaufspreise in Indien sind um fast 9 % gesunken, was den wachsenden Wettbewerb und die Preissensibilität widerspiegelt.

Langfristige Strategie und zukünftige Produkte

Mohit Kumar, CEO von Ultrahuman, spielt die Auswirkungen der Importbeschränkungen auf den Wettbewerb herunter und deutet an, dass die Konkurrenten nur einen vorübergehenden Vorteil erlangt hätten. Das Unternehmen plant, seine US-Lieferkette innerhalb von fünf bis sechs Monaten wieder aufzubauen. Bemerkenswert ist, dass etwa 45 % der täglich 700.000 aktiven Nutzer von Ultrahuman auf die USA entfallen, wobei der Anteil weiblicher Nutzer höher ist (73–74 %), verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 68 %.

Die Widerstandsfähigkeit und die strategischen Produktverbesserungen von Ultrahuman zeigen sein Engagement im Wettbewerb auf dem sich schnell entwickelnden Markt für intelligente Ringe. Das Unternehmen erforscht außerdem neue tragbare Geräte, die über die Messung von Herzfrequenz, Schlaf und Blutsauerstoff hinausgehen.

Ultrahuman beschränkt sich nicht nur auf intelligente Ringe, sondern plant auch die Entwicklung eines neuen tragbaren Geräts, das sich auf die Verfolgung einer anderen Gruppe von Biomarkern konzentriert. Die Expansionsstrategie des Unternehmens deutet darauf hin, dass es auf den anhaltenden Wettbewerb sowohl in etablierten als auch in aufstrebenden Märkten vorbereitet ist.